Bürgerbeteiligung, Aktivierung und Öffentlichkeitsarbeit

Bereits mit der öffentlichen Informationsveranstaltung zum Auftakt der Gebietsförderung am 14. März dieses Jahres zeigte sich die hohe Mitwirkungsbereitschaft der Anwohner rund um die Karl-Marx-Allee und deren starke Identifikation mit ihrem Wohngebiet. Diese Dynamik gilt es, zu erhalten und betroffene Bürger, Eigentümer und öffentliche Einrichtungen in den kommenden Entwicklungsprozess einzubinden. Dazu sollen vor allem zwei zentrale Schwerpunkte verfolgt werden: zum einen die Klärung der Bedarfe durch eine gezielte Ansprache der Bewohner und eine damit verbundene hohe Vor-Ort-Präsenz, zum anderen ein gezielter Aufbau von kooperativen Strukturen mit den Eigentümern und öffentlichen Trägern als starke Partner vor Ort.

Aktivierung und Vernetzung der lokalen Akteure
Der Aufbau von Beteiligungsstrukturen als Grundlage einer transparenten Mitwirkung engagierter Bewohner, Gewerbetreibender und weiterer Nutzer im Fördergebiet ist ein Schwerpunkt in der künftigen Gebietsentwicklung. Dabei spielen auch die Partner aus der Wohnungswirtschaft eine tragende Rolle und sind intensiv in die Planungs- und Beteiligungsprozesse einzubinden.

Damit bildet die Aktivierung und Vernetzung der lokalen Akteure einen der Schwerpunkte in der Gebietsbetreuung sowie der Koordination von Fördermaßnahmen. Mit unserer Tätigkeit als Prozesssteuerer gilt es, auch die im Vorfeld bereits formulierten Ideen, Zielstellungen und Erwartungen dieser Akteure aufzugreifen, zu bündeln und zu konkretisieren. Darüber hinaus sind die Schulen sowie die Träger öffentlicher Einrichtungen in den weiteren Entwicklungsprozess einzubeziehen. Auch die lokalen Gewerbetreibenden sind im Hinblick auf die notwendige Stabilisierung und Entwicklung der Nahversorgung im Gebiet zu vernetzen. Dies ist notwendig, um zum einen eine gemeinsame Plattform des Handelns zu etablieren und zum anderen frühzeitig die verschiedenen vorhandenen Interessen zu bündeln und nach Möglichkeit in die Planungsprozesse zu integrieren.

Das Koordinationsbüro arbeitet derzeit auch an der Einrichtung eines Vor-Ort-Büros. So könnte u. a. durch wöchentliche Sprechzeiten der Beauftragten sowie Gesprächsrunden bzw. Arbeitsgruppen vor Ort eine hohe Präsenz im Gebiet und damit eine bessere Wahrnehmung der Ziele des Förderprogramms bei den Bewohnern erzielt werden. In vergleichbaren Gebieten haben wir so bisher gute Erfahrungen im Sinne der Aktivierung des lokalen Engagements sammeln können.

Öffentlichkeitsarbeit und Information
Zu den klassischen Aufgaben im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit zählen die Durchführung von Veranstaltungen und weiteren partizipativen Verfahren vor allem im Zusammenhang künftiger Projekte und Maßnahmen. Vorrangig geht es um die öffentliche Bekanntmachung und Information aller Bewohner, Eigentümer und Nutzer der Karl-Marx-Allee II. Bauabschnitt über die Ziele und Maßnahmen sowie die Chancen und Möglichkeiten der angestrebten Gebietsentwicklung. Dabei ist auch über das Verfahren der Finanzierung (Leitprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz) und die verschiedenen Möglichkeiten der Beteiligung zu informieren. Zum Startschuss im März 2016 hatte bereits eine erste öffentliche Informationsveranstaltung unter großen Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets stattgefunden. Seit März 2016 wird zusätzlich auf einer Informationssäule im Foyer des Rathauses Mitte (Karl-Marx-Allee 31) auf die Hintergründe des Förderprogramms und Ihre Beteiligungsmöglichkeiten hingewiesen. Zur weiteren Information zu den aktuellen Entwicklungen wird Mitte Juni ein Informationsblatt an alle Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets verteilt.

Im Rahmen der Gebietsbetreuung sollen die Anwohner und Nutzer künftig durch öffentliche Veranstaltungen und Presseinformationen über die Durchführung einzelner Maßnahmen und Projekte – vor allem im öffentlichen Raum – informiert werden. Ein Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit ist dabei die nachvollziehbare Darstellung von Entwicklungen und konkreten Projekten im Fördergebiet. Auch diese Internetseite dient der allgemeinen Information und Datenbereitstellung. Mit Blick auf das zurzeit zu erstellende ISEK kann das Forum zugleich als Meinungsplattform genutzt werden. Sie können sich hier untereinander über die künftige Gebietsentwicklung austauschen und uns Ihre Anregungen zu den Zwischenergebnissen des ISEKs mitteilen.

Mit dem Auftrag der Prozesssteuerung fungiert das Koordinationsbüro als Bindeglied und Schnittstelle zwischen den Planungsverantwortlichen und den Initiativen, Bewohnern und lokalen Partnern vor Ort. Daher kommt der Aufgabe der Information, Beteiligung und Vernetzung eine besondere Bedeutung für die Entwicklung des Gebiets zu. Der Weg einer erfolgreichen Entwicklung der Karl-Marx-Allee II. Bauabschnitt führt über eine konstruktive und gemeinsame Zusammenarbeit zwischen allen Planungsbeteiligten: der Bezirkspolitik und den Fachabteilungen, den Bewohnern und lokalen Partnern sowie dem Prozesssteuerer.