Handlungsfeld Freiraum

Der Freiraum hat nicht nur eine historische Bedeutung und ist nicht nur Bestandteil einer Symbiose aus Architektur und Grün in der offenen Bebauung, sondern er nimmt vor allem eine zentrale Funktion im Wohngebiet ein. Attraktive, familien- und altersgerechte Grünräume sind ein wesentliches Qualitätsmerkmal für ein lebendiges Wohngebiet.

Die öffentlichen Räume in der KMA II sind in Zustand, Gestaltung und Vernetzung unbefriedigend. Nahezu alle öffentlichen Grünflächen und Spielplätze sind erneuerungsbedürftig. Auch die Stadtplätze (um das Kino International, vor dem Haus der Gesundheit oder an der Holzmarkstraße) bedürfen einer umfassenden Erneuerung. Zentrale Quartierseingänge sind stadträumlich kaum gefasst und bieten keine Aufenthaltsqualität – ebenso die bauhistorisch bedeutende Grünanlagen in Begleitung der Straßenräume Karl-Marx-Allee (cour d´honneurs) und der Schillingstraße (Hochbeete). Wichtige Quartierswege sind kaum erkennbar und verfehlen ihre vernetzende Wirkung. Die Plansche in der Weydemeyerstraße ist seit geraumer Zeit ganz geschlossen und gesperrt. Kurz gesagt: Der größte Interventionsbedarf liegt im Freiraum. Weite Teile des öffentlichen Freiraums müssen grunderneuert und entsprechend den Ansprüchen des ursprüngliche Konzept der Stadtlandschaft qualifiziert werden.

Schwerpunkte der Qualifizierung im Wohnumfeld bilden die wohnungsnahen Freiflächen sowie die Umgestaltung der beiden Planschen in der Weydemeyerstraße und der Singerstraße. Die Erneuerung der Spielplätze sowie der Ausbau von Freizeitangeboten im öffentlichen Raum sollen dazu beitragen, das Wohngebiet wieder lebendiger zu machen.