Handlungsfeld Nahversorgung und Kultur

Die im Rahmen des ISEK erfolgte Analyse zum Handlungsfeld Nahversorgung und Kultur zeigte auf, dass zwar bestimmte Nahversorgungsangebote im Gebiet gegeben sind, diese jedoch die Bedarfe bzw. die (subjektive) Nachfrage im Gebiet nicht decken – vor allem in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Einzelhandel (Lebensmittel) und Gastronomie. Teilweise ist Ladenleerstand vorhanden. Der Rückgang kultureller Einrichtungen in den letzten Jahren ist zu bremsen und das gebietsbezogene Kreativgewerbe zu unterstützen. Die gesundheitliche Versorgung im Gebiet ist mit Blick auf den kontinuierlichen Rückgang an Arztpraxen und medizinischen Angeboten zu stärken und auszubauen, um die aktuellen und künftigen Bedarfe abzudecken. Vor allem der hohe Altersdurchschnitt der Bevölkerung im Gebiet steigert die Bedarfe zunehmend.

Insgesamt ist die wohnraumnahe Versorgungssituation jedoch speziell unter dem Einfluss des Einkaufszentrums „Alexa“ zu beobachten. Hier sind wesentliche Angebote des täglichen Bedarfs (und darüber hinaus) zur Versorgung beider Wohngebiete, nördlich und südlich der Karl-Marx-Allee gegeben. Doch die Wege sind sehr lang und durch die umliegenden Hauptstraßen mit Barrieren versehen – besonders gemessen an der Altersstruktur im Gebiet. Mit Blick auf das Ziel einer Stärkung der Nahversorgung in der Schillingstraße ist ein wirtschaftlich funktionierender und stabilisierender „Branchenmix“ für das potentielle Nahversorgungszentrum noch zu definieren. Hierfür soll als ein erster Schritt ein Standortkonzept erarbeitet werden, über das Sie hier zu gegebener Zeit informiert werden.