Handlungsfeld Wohnen

Der Großteil des Gebäudebestands im Gebiet ist saniert und in den Wohngebäuden ist kaum Leerstand zu verzeichnen. Und doch ist das Handlungsfeld Wohnen – nicht nur vor dem Hintergrund der geplanten Nachverdichtungen im Gebiet – von zentraler Bedeutung. Es gilt, das Wohnen mit Blick auf altersbezogene Bedarfe wie Barrierefreiheit, aber auch in Bezug auf ein familienfreundliches und generationsübergreifendes Wohnumfeld weiter zu entwickeln. Neben der Wohnraumentwicklung im Bestand (Aufzüge, Müllentsorgung, Abstellräume) bieten die verschiedenen Baupotenziale die Möglichkeit, das Spektrum an neuen Wohnformen zu erweitern. Dabei ist die gebietstypische Architektur beizubehalten.

Ein zentraler Punkt in der künftigen Ausrichtung der Wohnraumangebote ist die Bedarfsorientierung. Der Altersdurchschnitt im Gebiet ist zwar im bezirks- und berlinweiten Vergleich sehr hoch und die Wanderung bisher vergleichsweise gering (noch viele Erstbezieher), doch ziehen zuletzt mehr junge Menschen und Familien mit Kindern ins Gebiet. Hier gilt es, die künftigen Bedarfe mit Blick auf die Anforderungen der verschiedenen Altersgruppen zu berücksichtigen und Wohnangebote sowie Versorgungseinrichtungen entsprechend anzupassen. In diesem Zusammenhang werden künftig auch alternative Wohnformen (Mehrgenerationswohnen, Senioren-WGs, betreutes Wohnen) eine zunehmende Rolle spielen.

Das Handlungsfeld Wohnen ist in der Umsetzung der Zielstellungen auch durch die lokale Wohnungswirtschaft stark geprägt. Aufgrund ihres hohen Anteils an Wohnungsbeständen im Gebiet ist sie ein wichtiger Partner bei der Strategieentwicklung und -umsetzung.