Umbau der Karl-Marx-Allee

Die Karl-Marx-Allee ist nicht nur Namensgeber, sondern auch die zentrale Straße des Gebiets. Sie trennt den II. Bauabschnitt in Nord und Süd, ist aber gleichzeitig Zubringer und Verbindung zum Alexanderplatz sowie zum I. Bauabschnitt der Straße im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Seit dem Bau der Straße sind an ihr keinerlei Sanierungsmaßnahmen durchgeführt worden. Demnach machen erhebliche Schäden an der Straße und den Gehwegen die Erneuerung in dem etwa 800 m langen Bereich zwischen Alexanderplatz und Strausberger Platz dringend notwendig. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) hat für den anstehenden Umbau die Planung übernommen. Im Jahr 2018 soll mit dem Umbau einer der bedeutendsten Straßen der Hauptstadt begonnen werden.

Der Umbau der als Ensemble denkmalgeschützten Straße erfordert einen Blick für das Detail: So wird die Straße mit Verwendung historischer, wiederverwendungsfähiger Materialien, u. a. der Gehwegplatten der 1960er Jahre, realisiert. Durch den Wegfall von Baumstandorten direkt vor dem Kino International wird das denkmalgeschützte Filmtheater - wie ursprünglich vorgesehen - wieder sichtbar. Insgesamt werden die öffentlichen Bäume aus den 1960er Jahren durch Bodenaustausch und Kronenschnitt größtenteils erhalten sowie um die Neupflanzung von 29 Bäumen ergänzt. Insgesamt sind 24 Baumfällungen notwendig, u.a. zur Verbesserung der Radverkehrsanlagen. Die breiten Gehwegbereiche im westlichen Abschnitt werden mit Rasen und Blumenzwiebeln begrünt, zusätzlich werden mittelhohe Hecken in Anlehnung an die Gestaltung der 1960er Jahre gepflanzt. Die Aufenthaltsqualität wird nicht nur durch die Aufwertung der zwei öffentlichen Hochbeete vor der Karl-Marx-Allee 38-44 (Südseite) und 37-43 (Nordseite) mit Schmuckpflanzungen, sondern auch durch die Installation von 35 Sitzbänken mit Armlehnen verbessert.

Zusätzlich zu den Straßenleuchten im Design der 1960er Jahre mit moderner Lichttechnik werden schlichte Lichtstelen die Gehwege unter den dichten Baumkronen ausleuchten. Unmittelbar westlich der Hochhäuser am Strausberger Platz werden zwei 4-Arm-Kandelaber nach historischem Vorbild im Stil des1. Bauabschnitts wieder ihren Platz finden. Auch bei der Wahl der Mülleimer der BSR wird auf Details geachtet: statt der üblichen orangen Mülleimer werden elegant-schlichte Mülleimer im für das Gebiet typischen Grauton gewählt.

Durch den Umbau werden drei Fahrstreifen je Richtung und Parkmöglichkeiten für den Kfz-Verkehr geschaffen. Diese werden auch auf dem Mittelstreifen erhalten bleiben, da dies ein großer Wunsch der Anwohner war. Dem gestiegenen Radverkehr wird durch einen durchgehenden Radfahrstreifen in einer Breite von 2,75 m entsprochen. Die neuen Gehwege werden für mobilitätseingeschränkte Menschen ausgestattet.

Viele weitere Informationen zum Umbau der Straße erhalten Sie auf den Seiten der SenUVK.